Was ist eigentlich "Armut"?

Armut ist wirtschaftlicher Mangel, der es verhindert,
ein angemessenes Leben zu führen.

Nach EU-Definition liegen die Armutsgrenze bei 50%, die Armutsgefährdungsgrenze bei 60% und der gefährdete Lebensstandard (prekäre Wohlstand) bei 70% des Durchschnittseinkommens.

Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Person lag im Jahr 2004 in Deutschland bei 17.123 €.

Hinzu kommt eine zweite Dimension von Armut: Wer arm ist, muss bei Wohnen und Gesundheit, bei Bildung und Erziehung, bei Freizeit- und Urlaubsgestaltung auf Entscheidendes verzichten, was unsere Lebensqualität ausmacht. Damit einher geht soziale Ausgrenzung. Wer arm ist, verliert schnell gesellschaftliche Anerkennung. Im teuren Heidelberg geht dies noch schneller als in Orten, in denen das Durchschnittseinkommen niedriger ist.