Heidelberger Bündnis ruft zur Unterstützung auf

Zum 15. Mal wendet sich das Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung im Oktober 2018 mit seiner Aktionswoche mit den Themen Integration und Armutsbekämpfung an die Öffentlichkeit. Der von der UNO ausgerufene Internationale Tag für die Beseitigung der Armut am 17.Oktober ist Anlass für das Heidelberger „Sozialfestival“ der 52 sozialen Einrichtungen aus Heidelberg. 31 Veranstaltungen bieten Betroffenen und Interessierten direkt Rat und Hilfe oder Treffpunkte für den Austausch an. Politische Diskussionen gibt es in Veranstaltungen zu den Themen Bericht zur sozialen Lage, Nachhaltigkeitsziele und Sozialplanung und dem Dauerbrenner Wohnungspolitik. Die Wahlprüfsteine des Bündnisses von 2015 werden mit Gemeinderäten überprüft und in einer Großveranstaltung spricht der führende Armutsforscher Christoph Butterwegge aus Köln über das bedingungslose Grundeinkommen und sein möglicher Nutzen bei der Armutsbekämpfung am Donnerstag, 18.10.2018 um 18 Uhr in der Providenzkirche.

Die Bündnisorganisatoren weisen dabei auf das Interview zum Thema Armut von Prof. Georg Cremer vom 11.08.2018 in der RNZ hin, denn ihre tägliche Arbeit folgt der Strategie „Faktentreue und Empathie“ die Prof. Cremer zu Recht gegen „folgenlose Empörung über Armut“ stellt.

Wenn das Motto der Kommunalpolitik in Heidelberg „Wir helfen denen, die helfen“ ist, muss eine proaktive Sozialplanung die Subsidiaritätspartner der Kommunalpolitik in die Lage versetzen, an der Verringerung der relativen Armut auch in Heidelberg tatkräftig so zu arbeiten, dass sich die Zahl der Armen verringert. Einige Hoffnung wird deshalb auf den neuen Bericht zur sozialen Lage gesetzt, der in seinen Handlungsempfehlungen, die unter Beteiligung von Experten der sozialen Organisationen erstellt wurden, einen Rahmen für Weiterentwicklung bietet.

Die Aktionswoche ist eine wichtige Veranstaltung mit einer langen Tradition, die das Thema Armut und soziale Ausgrenzung immer wieder auf die Tagesordnung bring. Schon lange haben die Veranstalter Probleme, die Öffentlichkeit in Heidelberg gut und ausreichend über die vielfältigen und teils aufwendigen Veranstaltungen zu informieren. Im gleichen Zeitraum laufen nämlich in Heidelberg große und qualitätsvolle Kulturfestivals, die satzungsbasierenden Vorrang bei der Genehmigung von Großplakaten haben und die ihre vielen einzelnen Veranstaltungen in großen Mengen auf den Plakatständern unterbringen. Dasselbe gilt für die Werbung des Theaters mit seinem tollen Programm. Das heidelberger Bündnis als Oraganisator der „Armutswoche“ kann mit den vielen Großplakaten, den vielen einzelnen Veranstaltungsplakaten und den Flaggen auf den Brücken der großen Kultureinrichtungen allein schon finanziell nicht mithalten. Es stehen nur geringe Beiträge der Mitglieder zur Verfügung, aber keine Zuschüsse der Stadt, die eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit ermöglichen könnten. Einige großzügige Sponsoren ermöglichen immerhin 5 Großplakate.

Der Gemeinderat könnte die satzungsgemäßen Regelungen so zu ändern, dass bei Großplakaten und Einzelveranstaltungsplakate eine Gleichstellung des Sozialfestivals mit den Kulturfestivals möglich ist. Dies gilt sowohl für die Anzahl der Werbeträger als auch für die Standorte. Die Armutswoche muss mit ihren Großplakaten in die Außenbereiche ausweichen, da alle guten Standorte im Innenbereich durch die Satzungsregelungen immer schon für die Kulturfestivals verplant sind.

Nun wendet sich das Bündnis an die Bürgerschaft und sucht weitere Sponsoren für weitere Großplakate und eine bessere Plakatierung sowie Spenden für eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit. Bisher können wir nur das allgemeine Motto mit 120 Plakaten bewerben, die Einzelveranstaltungen gehen unter, da für eine entsprechende Plakatierung die Mittel fehlen.

Sehr hilfreich und denkbar wäre, dass gesponserte Plakate oder Transparente des Heidelberger Bündnisses zur Aktionswoche von Firmen, Geschäften und auch Privatmenschen in ihrem eigenen Bereich aufgehängt werden. Auch die Möglichkeit einer steuerabzugsfähigen Spende bieten wir an. 

Wir freuen uns über jeden Kontakt mit Spendern, Unterstützern und Sponsoren, sei es durch finanzielle oder auch aktive Hilfe.