Ein Riss durch unsere Gesellschaft

In unserem politischen System „ist der Wurm“. Die Politik wird deutlich mehr von Menschen gestaltet, die aus gut gebildeten und wohlhabenden Familien stammen, und laut dem emeritierten Darmstädter Eliten-Forscher Michael Hartmann führt das zu einer Politik, die gerade diesen Schichten mehr dient als den wirtschaftlich und sozial schwächeren Teilen der Bevölkerung.

Hartmann beobachtet, Arbeiterkinder hätten „eine erheblich größere Sensibilität für soziale Ungerechtigkeit“, und verweist auf eine Erhebung aus dem Jahr 2012. Deshalb habe die Zusammensetzung der politischen Elite „natürlich Einfluss auf das politische Handeln“. Im Wahlvolk wiederum sieht das untere Drittel keine Chance mehr, eigene Interessen durchzusetzen. „Die Folge ist keine Rebellion, sondern Resignation“, so Hartmann. Man geht gar nicht erst zur Wahl – oder setzt auf rechtspopulistische Parolen. Die Gesellschaft zerfällt.

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Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut

1992 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen, den 17. Oktober zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut. Angestoßen wurde dies durch einige regierungsunabhängige Organisationen auf Initiative der internationalen Bewegung ATD Vierte Welt.

Es geht um drei Anliegen:

  • den Widerstand der von Armut betroffenen Menschen gegen Elend und Ausgrenzung zu würdigen,
  • den Not leidenden und ausgegrenzten Menschen Gehör zu verschaffen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen,
  • sich mit den Allerärmsten dafür einzusetzen, dass die Rechte aller wirklich für alle gelten.

Seit 1948 die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet hat, gilt der Platz vor dem Palais, der Trocadéro, als „Platz der Menschenrechte“. Dort erinnert eine Marmorplatte an den 17. Oktober 1987 als Ursprung dieses Gedenk- und Aktionstags:

17. Oktober 1987.

Verfechter der Menschenrechte aus aller Welt haben sich auf diesem Platz versammelt.
Sie haben den Opfern von Hunger, Unwissenheit und Gewalt Ehre erwiesen.
Sie haben ihrer Überzeugung Ausdruck gegeben,
dass Elend nicht unabänderlich ist.
Sie haben ihre Solidarität mit all jenen Menschen bekundet,
die irgendwo auf der Welt für die Überwindung des Elends kämpfen.

„Wo immer Menschen dazu verurteilt sind, im Elend zu leben, werden die Menschenrechte verletzt.
Sich mit vereinten Kräften für ihre Achtung einzusetzen, ist heilige Pflicht.“

Père Joseph Wresinski

Hier finden Sie die ganze Rede von Pere Wresinski

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