Bericht zur sozialen Lage in Heidelberg

Nach langer Vorarbeit ist der neue Bericht zur sozialen Lage erschienen. Erstmals wurde er nicht von städtischen Ämtern erarbeitet, sondern von „SIM – Sozialplanung und Quartiersentwicklung, München“, einem unabhängigen Dienstleister mit langjähriger einschlägiger Projekterfahrung im Bereich kommunale Berichterstattung. Beteiligt waren auch 27 Vertreterinnen und Vertreter sozialer Organisationen, unter anderen auch des Heidelberger Bündnisses gegen Armut und Ausgrenzung.

Der Bericht zeigt die Situation auf, die – vergleicht man mit anderen Städten – nicht dramatisch ist. Doch lässt Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner auch keinen Zweifel, „dass wir in einer vergleichsweise wohlhabenden Stadt wie Heidelberg in unseren Anstrengungen nicht nachlassen dürfen“.

Eine wesentliche Neuerung in diesem dritten Bericht der Stadt ist nun, dass er auch Handlungsempfehlungen gibt. Sie nehmen den Arbeitsmarkt und die Bildung in Blick, dabei besonders auch Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Ein blinder Fleck bleibt dabei jedoch: das brennende Thema des Wohnraums für Menschen mit begrenzten Mitteln wurde ausgespart. Man verweist auf das „Handlungsprogramm Wohnen“. Die enge Verknüpfung mit sozialen Zusammenhängen droht dadurch aus dem Blick zu geraten.

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